Südliches Afrika 2025

Unsere ca 6500km (es wurden über 8000km) lange Tour führt uns von Kapstadt in Südafrika über (Mosambik), Lesotho, Simbabwe, bis Kasane in Botswana. 

6 März

Wir fliegen von Frankfurt direkt nach Kapstadt. Die Flugstrecke, 9,340 Kilometer.  

7 März

Pünktliche Landung in Kapstadt.

Am Mittag geht es mit der Seilbahn hinauf auf den beeindruckenden Tafelberg..

Bei strahlendem Wetter genießen wir einen atemberaubenden Blick über die Stadt.

⁦Ein wunderbares Abendessen im Grand Africa Café & Beach genießen – der perfekte Ausklang für den Tag.⁩

8 März

Start your day in Cape Town with a Hop-On Hop-Off adventure. 

Camps Bay und Clifton Beaches Von der wunderschönen Kulisse der Bergkette Twelve Apostles und des Lions Head erstreckt sich der lange weiße Sandstrand von Camps Bay.

Fahrraddemo für den Klimaschutz in Kapstadt – auf Wunsch auch ganz frei. 

Unsere Bootsfahrt mit dem 58-Fuß-Gaffelschoner zum Sonnenuntergang war ein unvergessliches Erlebnis. In der Dunkelheit kehrten wir stimmungsvoll zum Hafen zurück.

9 März

Ein Besuch im Zeitz MOCAA Museum – ein beeindruckender, umgebauter Getreidespeicher

Zurzeit präsentiert man Kunstwerke von Künstlern aus Afrika. Eine besondere Ausnahme bildet ein Klangschalen-Künstlerin aus Schwaben. 

Die Long Street. Besonderes Merkmal dieser Straße sind Gebäude im Georgischen und Viktorianischen Stil, vielfach noch mit schmiedeeisernen Balkongeländern an ihren Fassaden.

Zum Abschluss gibt es in der Waterfront noch ein Abschied's Ständchen. Im Hintergrund die vier südafrikanischen Friedensnobelpreisträger:  Nkosi Albert Luthuli, Erzbischof Desmond Tutu, de Klerk und Nelson Mandela.

10 März 

Unser Begleiter für die kommenden 41 Tage

Der Startschuss für unsere Tour durch das südliche Afrika fällt heute! Um 9 Uhr werden wir abgeholt, um unser Fahrzeug in Empfang zu nehmen. Unser erstes Ziel: Stellenbosch.. 

Einweisung bei Buschlore dem Autovermieter.

Leider hatten Sie die Dachzelte vergessen, sie mussten noch montiert werden. Auch das Abholen wurde vergessen, zum Glück gibt es Uber. 

Wir campen in Franschhoek in Mitte der Weinberge.  Umgeben von malerischen Landschaften, ist Franschhoek ein Paradies für Weinliebhaber. Morgen erkunden wir die Gegend und starten unsere Weintour. 

11 März 

Stellenbosch und Franschhoek. Sind mit die schönsten Weinanbaugebiete die ich kenne. 

Beim Wine Tasting entdecken wir die charakteristischen Weine aus der Western Cape Region. Die vielen Weingüter schmiegen sich in die idyllischen Bergtäler ein. 

In der Nacht bemerke ich, dass meine Bauchtasche fehlt. Sie kann nur beim Abendessen im Restaurant verloren gegangen sein. Am nächsten Morgen rufen wir dort an, und tatsächlich – sie wurde gefunden! Was für eine große Erleichterung.

12 März 

Wir verlassen die Weingegend und fahren die Küste hinauf bis nach Gansbaai. Heute übernachten wir auf einem kleinen Campingplatz direkt am Meer. Die beeindruckenden Wellen – echte Brecher – tosen unaufhörlich gegen den Strand.

13 März 

Heute führte uns unsere Reise von Ganzbay über Witsand nach Mossel Bay. Ursprünglich war Witsand unser Ziel, doch aufgrund des schlechten Wetters entschieden wir uns, in Mossel Bay in einem B&B zu übernachten. 

Überquerung des Breede River kurz vor Witsand 

Die beeindruckenden Dünen, die eine Höhe von 20 bis 30 Metern erreichen, sind ein faszinierendes Naturphänomen. Aufgrund des stetigen Windes, der die Sandkörner aneinanderreibt, entsteht ein tiefes, brummendes Geräusch – daher ihr passender Name: Brülldünen.

Kurz vor Heidelberg hatten wir eine Reifenpanne. Kein Problem – die Jungs brachten alles blitzschnell wieder in Ordnung. Wir erreichen unser Paradiese Gästehaus kurz vor fünf. Mal sehen was der Abend noch so bringt.                                                                 "Ein gutes Fisch Essen und die Erkenntnis das der Reifen noch immer ein Loch hat"

14 März 

Am Morgen der Reifen erneut platt, was tun? Kurzerhand kauften wir für 120€ einen neuen.

Unsere heutige Tour führte uns größtenteils entlang der Küste. Dabei genossen wir traumhafte Strände,  das Wetter war heute auf unserer Seite.

Im Tsitsikamma-Nationalpark übernachten wir in einem gemütlichen Blockhaus, direkt am tosenden Indischen Ozean. Von hier aus lassen sich in den Wintermonaten Wale beobachten.

Zwar lassen die Wale noch etwa vier Wochen auf sich warten, aber die beeindruckende Küste ist auch so atemberaubend.

Heute gibt es Penne all’arrabbiata. Die Köche sind mitten in der Arbeit. 😋

15 März 

Storms River Tsitsikamma 6:45

 Über Port Elizabeth (heute Gqeberha) führt der Weg zum Addo Elephant Nationalpark. Leider wird Port Elizabeth seinem schlechten Ruf mehr als gerecht und präsentiert sich als eine verschmutzte Industriestadt.. 

Um unsere Vorräte aufzufüllen, machen wir einen kurzen Halt auf dem Weg zum Park.

Unsere erste Nacht verbringen wir allein auf einem abgelegenen Campground mitten im Busch – traumhaft schön und herrlich ruhig, abgesehen von den Lauten der Tierwelt.

16 März 

Der Addo Elephant NP ist auf den meisten Trail's gut befahrbar. Wir fuhren heute eine 4x4 Strecke die extrem schwierig zu fahren war. Aber die gigantische Landschaft entschädigt uns. Die Vegetation ist einmalig. Wir sahen viele Kudus Warzenschweine und Paviane.

Heute übernachten wir im Main Camp – zwar kein besonderes Highlight, aber ein praktischer Ausgangspunkt für spannende Tierbeobachtungen. Ganz in der Nähe entdecken wir drei Elefanten im Busch. Wir sind gespannt, welchen Tieren wir morgen begegnen werden!

17 März 

6:30 im Addo Elephant

Der Addo Elephant Nationalpark macht seinem Namen alle Ehre: Wir treffen auf beeindruckende Elefantenherden, aber auch andere Tiere wie Kuhantilopen lassen sich beobachten. Gegen Mittag brechen wir in Richtung East London auf. Bei milden Temperaturen und leichter Schleierbewölkung genießen wir das angenehme Wetter.

In East London

Ist alles ein wenig entspannter als in den Städten Johannesburg und Kapstadt. Fast das ganze Jahr über scheint die Sonne und es herrscht ein angenehmes Klima. Schöne und sandige Strände sind nie weit entfernt. Nicht umsonst wird dieser Teil des Landes Sunshine Coast genannt.

Wir verbringen die Nacht in einer netten B&B-Unterkunft, die keine Wünsche offenlässt. Sogar ein Wäscheservice wird hier angeboten.

18 März 

Nach einem kräftigen Frühstück starten wir zu einem kleinen Stadtrundgang durch East Londen.

Wir besuchen das Denkmal von Steve Biko, ein Ort von großer historischer Bedeutung. Vor dem Postgebäude bilden sich lange Schlangen, während die Menschen versuchen ihre Angelegenheiten zu erledigen. Traditionelle Medizin ist in Südafrika weit verbreitet.  Es gibt den Medizinmann (Herbalist), den Wahrsager (Abakhulu Gogo) und den Zauberheiler.

Einer der vielen traumhaften Strände ist die Beacon Bay

Bei Straßenbauarbeiten wird der Verkehr meist durch Fanenschwingende Frauen geregelt, hier bei der Pause. 

Gegen Mittag folgen wir der N2 in Richtung Lesotho und erreichen Mthatha, wo wir die Nacht verbringen werden. Die Stadt verdankt ihren Namen dem nahegelegenen Mthatha-Fluss, der nach den Niesholzbäumen benannt wurde – Bäume, die für ihr Holz und ihre medizinischen Eigenschaften bekannt sind. Ganz in der Nähe wurde Nelson Mandela geboren.

Während ein Großteil der schwarzen Bevölkerung noch immer in einfachen Wellblechhütten lebt, wohnen viele Weiße in prachtvollen Villen.

19 März 

Qacha's Nek Border ist der Grenzübergang nach Lesotho und unser nächster Streckenabschnitt. Wir durchqueren das Ostkap.

Die Gegend ist Landwirtschaftlich geprägt. 

Die Strecke setzt sich je zur Hälfte aus Asphalt und Raffelroud zusammen und führt durch atemberaubende Landschaften. Begleitet werden wir von herrlichem Wetter.

Entlang der Dorfstraße reiht sich ein Verkaufsstand an den nächsten. Zudem bieten zahlreiche Handwerker ihre Dienste an und sorgen für eine lebendige Atmosphäre. 

Qacha's Nek befindet sich unmittelbar an der Grenze, und die Abwicklung der Grenzformalitäten verläuft reibungslos. Es sind lediglich 10 bis 20 kurze Einträge in unzählige Listen erforderlich.. 

Die Stadt besteht aus Wellblechhütten. Nicht gerade einladend. 

20 März

Unser heutiger Streckenverlauf war eine echte Herausforderung: 256 km in 8 Stunden. Unzählige Schlaglöcher und extreme Steigungen (bis auf 2700m) die oft nur im ersten Gang zu bewältigen waren, machten die Fahrt anspruchsvoll. Doch die beeindruckenden Eindrücke entlang der Strecke entschädigten für all die Strapazen.. 

Das Leben pulsiert am Straßenrand. Schlichte Stände und einfache Buden dienen als Verkaufsflächen. Doch trotz der bescheidenen Umstände begegnen einem die Menschen (die meisten zu Pfert oder Esel) mit bemerkenswerter Herzlichkeit. 

In der Enklave Lesotho ist die soziale Ungleichheit besonders ausgeprägt: Über die Hälfte der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Gleichzeitig zählt das Land zu den Staaten mit den weltweit höchsten HIV-Raten. Es gibt nur wenige afrikanische Nationalstaaten, die ein so homogenes Staatsvolk haben wie Lesotho. 99 % der Einwohner sind Basotho, die den Bantu's zuzurechnen sind. 

Der warme Umhang und Stiefel sind feste Bestandteile der traditionellen Kleidung.. 

21 März

6:45 Uhr – ein neuer Tag bricht an. Heute haben wir ein ganz besonderes Ziel: die Fahrt zum Sani Pass, die Grenze zu Südafrika. Der Sani Pass ist ein beeindruckender Naturpass auf 2.873 Metern Höhe, der Lesotho mit Südafrika verbindet. Als höchster Pass Südafrikas ist er ein Abenteuer, das nur mit Allradfahrzeugen befahren werden kann.

Die A3 stellt eine echte Herausforderung dar und ist auf weiten Strecken nur mit Allradantrieb (Low 1) zu meistern. Wir werden kräftig durch geschüttelt.Für die 200 Kilometer lange Strecke benötigen wir erneut ganze 8 Stunden. Dabei überqueren wir Pässe, die über 3.000 Meter hoch liegen.

BEGEGNUNGEN 

In der Abenddämmerung erreichen wir geschaft das Mantsebo Guesthouse. Gemeinsam mit tatkräftiger Unterstützung in der Küche zaubern wir ein köstliches Abendessen.

22 März 

Unser Brot für das Frühstück, wurde noch Abends von der Köchin zubereitet. 

Borotho ist ein traditionelles afrikanisches Brot aus Lesotho. Es wird aus einer Kombination von Vollkornmehl, Weißmehl, Zucker, Salz, Hefe und lauwarmem Wasser hergestellt.

Der Sani Pass ruft. Wir sind gespannt auf den legentäre 4X4 Trail nach Südafrika. Auf dem Weg treffen wir zahlreiche Hirtenjungen.

In Lesotho arbeitet etwa jeder dritte Junge im schulpflichtigen Alter als Hirte – Vollzeit, oft Kilometerweit entfernt von der Familie und ohne eine Chance zur Schule zu gehen. Die meisten von ihnen sind Analphabeten – und bleiben es ein Leben lang.

Er macht seinem Ruf alle Ehre! Ein reges Allrad-Treiben war auf der Strecke zu sehen – hauptsächlich von unten nach oben. Wir fuhren bergab, und der Landcruiser bewältigte die Strecke mit Bravour. 

Geschafft!

Wir fahren weiter bis nach Howick in Südafrika, wo wir nach dem Aufbau unserer Dachzelte von einem heftigen Gewitter überrascht werden. Der erste Regen. Wir hoffen das der Regen nachlässt und wir noch kochen können. 

Kochen war nix, aber ein gutes Vesper und ein Absager unterm Dachzelt langts no. 

23 März

Am Morgen präsentiert sich unser Übernachtungsplatz in einem ganz neuen Licht.

Unser nächstes Reiseziel: Richards Bay am Indischen Ozean

16 Uhr: Wir kommen an, und es sind immer noch 32°C. Wir entdecken einen idyllischen Campingplatz und schlagen unser Camp unter Palmen auf. Zu dieser Jahreszeit sind die Plätze fast leer, sodass wir unseren Stellplatz ganz frei auswählen können.

Maria und Elisabeth bereiten die Salate vor, während Klaus am Grillen ist. Es lohnt sich, rechtzeitig zu beginnen: Im März geht die Sonne gegen 18 Uhr unter und erscheint um 6 Uhr wieder. Wir befinden uns hier in der Nähe des Äquators..

Morgen geht's in den Hluhluwe iMfolozi Nationalpark. Dieses drittgrößte Wildreservat des Landes umfasst 96.000ha und ist bekannt für seine große Anzahl an Breitmaulnashörnern und kleinere Populationen an Spitzmaulnashörnern. Wir sind gespannt. 

24 März

12Uhr, wir erreichen den Park und buchen einen Traum von Chalet im Hilltop Resort

Auf dem Weg hierher begegnen wir vielen Tieren, doch Nashörner lassen sich nicht blicken. Für heute Abend und morgen früh haben wir eine Pirschfahrt geplant und hoffen, dabei die seltenen Rhinos zu entdecken.

Nyala - Zebra - Warzenschwein

Auf unserer abendlichen Pirschfahrt hatten wir unglaubliches Glück: Wir begegneten einer Gruppe von fünf Nashörnern sowie einem weiteren Paar. Die majestätischen Tiere kamen bis auf drei Meter an unser Fahrzeug heran. Im Hluhluwe-iMfolozi-Park: wurden 307 Nashörner allein im Jahr 2023 gewildert. Zahlen, die betroffen machen, und die zu drastischen Maßnahmen führen. Die Parkleitung hat beschlossen, den Nashörnern das Horn zu entfernen, um die Tiere für Wilderer unattraktiv zu machen. Traurig, dass es so weit kommen musste.

25 März

Unser Tag beginnt um 7:30 Uhr mit einem Frühstück bei schönstem Wetter. Heute steht ein spannendes Ziel auf dem Plan: Wir fahren nach Eswatini, dem früheren Swasiland. Doch bevor es losgeht, fahren wir noch einen einen kleinen Loop im Park zur Wildbeobachtung. 

Auf der Fart zum Gate sehen wir große Gruppen von Elefanten, Zebras und Büffel, erneut können wir zwei Nashörner beobachten.   

Die Grenze zu Eswatini erreichen wir zügig, und auch die Grenzformalitäten sind schnell erledigt. Anschließend führt uns die Fahrt durch scheinbar endlose Plantagen aus Bananen

und Zuckerrohr. Kurz nach Big Bend, gegen halb drei, buchen wir ein Zimmer. Die Luft ist drückend schwül, und das Thermometer zeigt 32 Grad.° Ausruhen ist angesagt.

Es ist 22 Uhr, die Grillen zirpen, bei einem oder zwei kleinen Gläsern Brandy und in angenehm milder Abendluft lassen wir den Tag entspannt ausklingen. 

26 März 

In den kommenden Tagen erkunden wir die beeindruckende Panorama Route mit vielen Highlights. Doch zuerst führt uns die Reise nach Sabi, unserem nächsten Übernachtungsziel. 

Die Straßencafés und Supermärkte entlang der Straße sind nicht sonderlich einladend. Doch es mangelt nicht an guten Einkaufsmöglichkeiten.

Unsere Unterkunft in Sabi ist die perfekte Wahl für einen entspannten Aufenthalt. Sie bietet zwei gemütliche Schlafzimmer, zwei Badezimmer, ein einladendes Wohnzimmer, eine voll ausgestattete Küche, eine großzügige Terrasse und sogar einen Pool. Für zwei Tage zahlen wir nur 150 €. Besonders beeindruckend ist der wunderschöne Blick auf die Berge. Wir haben, angenehm milde Temperaturen.

Für viele noch exotisch, aber dennoch überraschend köstlich ist Straußen- und Krokodilfleisch. Ebenso ein Genuss sind Rauchfleisch oder Schinken, zum Beispiel vom Kudu oder Springbock. Bei uns gab es heute Abend ein Antilopen-Töpfle sowie einen Grillteller mit Krokodil, Strauß und zartem Springbock-Carpaccio.

27 März

Heute markieren wir die Halbzeit unserer Reise – bereits drei Wochen sind wir unterwegs! Für den heutigen Tag haben wir eine Rundfahrt durch die Ausläufer der majestätischen Drakensberge geplant.

Wir starten in Sabie über Graskop geht's nach Pilgrim's Rest und Mashishing zurück nach Sabie.

Das Wetter zeigt sich heute nicht von seiner besten Seite – dichte Wolken liegen tief über den Bergen.

In Graskop nutzen wir die Gelegenheit, noch ein paar Souvenirs einzukaufen. Jetzt im Herbst wirken die sonst beliebten Urlaubsorte fast wie verlassen.

Heute wird ein traditionelles schwäbisches Gericht gekocht: Hackfleischbällchen mit Bregele und Salat.

28 März 

Heute führt uns unsere Tour zum bekannten Blyde River Canyon. Der Tag beginnt um 7:00 Uhr mit bewölktem Himmel und angenehmen 20°. Doch laut Vorhersage wird es gegen Mittag aufklaren – ein Glück, denn es wäre wirklich schade, die berühmten Three Rondavels nicht in ihrer vollen Pracht zu erleben. Wir sind voller Vorfreude!

Der Berliner Wasser Fall – eingebettet im roten Sandstein. 

Der Blyde River Canyon ist 26 Kilometer lang und bis zu 800 Meter tief.

Er ist der drittgrößte Canyon der Welt und sicher der grünste seiner Art. Seine gewaltigen runden Felsen, die Rondavels, erinnern in ihrer Form an traditionelle, afrikanische Rundhütten. Von zahlreichen Aussichtspunkten bieten sich hier traumhafte Aussichten. Das Wetter spielte zum Glück mit. 

Mehr als 1.000 verschiedene Pflanzenarten haben im Blyde River Canyon ihr Zuhause. Darunter seltene Farngewächse und ein Meer aus Wildblumen

29 März

Um 7 Uhr zeigt das Thermometer bereits 19°C, und im Laufe des Tages sollen es bis zu 31°C werden. Unser heutiges Ziel ist Louis Trichardt. Wir haben uns entschieden, nicht über Mosambik (Sango Border Post) nach Simbabwe zu reisen, sondern stattdessen die Grenze bei Beitbridge zu überqueren. Wir hoffen nicht auf die Schlepper und Versicherungsverkäufer zu stoßen wie in früheren Zeiten.

Die Soutpansberg-Region erstreckt sich vom südlichen Wendekreis bis hin zum Limpopo-Fluss im Norden. Ihre östliche Grenze bildet der Krüger-Nationalpark. Zahlreiche Flüsse durchziehen das weitläufige Flachland, das von beeindruckenden Wildreservaten und fruchtbarem Agrarland geprägt ist.

Oft sind es endlos lange, schnurgerade Straßen, die sich durch die Landschaft ziehen. 

Größere Potthols wie sie sonst vorkommen gibt es hiet nur selten. 

Um 14 Uhr erreichen wir Louis Trichardt. Nach einer kurzen Stärkung setzen wir unsere Fahrt fort und erreichen die Musina Lodge nahe der Grenze. Für eine Übernachtung ist sie in Ordnung, aber mehr auch nicht.

30 März 

Heute am Sonntag geht's über die Grenze nach Simbabwe. Wir fahre dann direkt nach Bondolfi (270km) wo wir von S. Katerina erwartet werden.

https://www.kernen-masvingo.de/causes/bondolfi-schule/#:~:text=Anfang%20der%2080er%20Jahre%20unterhielten,der%20Region%20Gweru%20t%C3%A4tig%20waren.

Ich schreibe diesen Blog, da wir gerne mit euch in Kontakt sein wollen und natürlich in der Hoffnung, dass Ihr euch freut, hier und da einen kleinen Alltagsbericht von unserer Reise zu bekommen. In Südafrika war die Übermittlung durch das gute Netz einfach. Aus Simbabwe werde ich nicht jeden Tag berichten können.                                                    Jürgen

Es ist Mittag. Seit zwei Stunden warten wir nun an der Grenze zu Simbabwe. Die Grenzstation mag neu sein, doch die Bürokratie und die Schikanen bleiben die alten. Mal sehen, wie es weitergeht. 12:15 endlich die letzte Schranke geht auf, wir können fahren. 

Staubige Raffelpisten wechseln sich mit gut ausgebauten Straßen ab, während majestätische Baobabs den Weg säumen. Am Straßenrand werden uns getrocknete Maden zum Kauf angeboten. Zion Christian, viele in weißen Gewändern, beten im Freien. 

In Bondolfi angekommen, werden wir freundlich von St. Katerina den Lehrkräften und Schüler empfangen. 

Am Abend, lassen wir den Tag gemütlich bei einer guten und kühlen Flasche Weißwein ausklingen.

31 März 

Wir verbrachten den Tag in Bondolfi und hatten die Gelegenheit, die Sekundarschule zu besichtigen. Dort wurden wir den Klassen vorgestellt und herzlich willkommen geheißen. Anschließend folgten zahlreiche interessante Gespräche mit den Lehrkräften, der Leiterin der Zuflucht und S. Katerina.

Wir haben auch die Klasse von Moleen, dem Patenkind von Maria und Klaus besucht. Das letzte Mal sahen wir sie im Kindergarten – jetzt ist sie eine 14-jährige junge Frau. Sie hat sich natürlich riesig gefreut, nicht zuletzt wegen der vielen Geschenke. 

Heute hatte Moleen das Glück, mit dem Auto nach Hause fahren zu dürfen. Normalerweise legt sie täglich einen Fußmarsch von 16 Kilometern zurück, um zur Schule zu gelangen und wieder heimzukehren. Moleen lebt bei ihrer Tante und ihrem Onkel, und wir hatten den Eindruck, dass es ihr dort gut geht. In Simbabwe gibt es viele Waisen – AIDS und bittere Armut tragen wesentlich zu diesem Schicksal bei. S. Katarina kümmert sich seit fast 50 Jahren rührend um die Kinder und seid langer Zeit um unsere Patenkinder. 

1 April 

Abschied nehmen fällt schwer – doch wir blicken auf zwei schöne Tage in der Mission zurück.

In Maswingo besuchen wir Irene Sie lebt dort mit Ihrer Mutter und ihrer Nichte. Ihre Twins studieren in Harare und Indien. Die Freude über unseren kurzen Besuch war groß. 

Am wunderschön gelegenen und vertrauten Campground am Mutirikwi-Lake schlagen wir unser Lager auf. Morgen führt uns die Reise weiter nach Bulawayo, wo Ellah bereits auf uns wartet.. 

Schon wieder ein platter Reifen! Irine führte uns zu einem nahegelegenen Reifendienst, der uns professionell und schnell weiterhalf.. 

2 April

Auf dem Weg nach Bulawayo, rund 300 Kilometer entfernt, passiert man zahlreiche Stände mit eindrucksvollem Kunsthandwerk. Allerdings sind auch mehrere Straßenkontrollen zu bewältigen. Die Autos sind häufig stark überladen – es ist keine Seltenheit, dass acht Personen samt Gepäck in einem Kleinwagen unterwegs sind.

Der Mais wächst nur spärlich auf den Feldern entlang der Straße. Er ist das Hauptnahrungsmittel in Simbabwe. Satza nennt man den Maisbrei hier. Die staatliche Übernahme der Farmen von Weißen, die im Jahr 2000 begann, hatte verheerende Folgen für die einst florierende Landwirtschaft.

Gegen 14:30 Uhr erreichten wir die uns bereits vertraute Banf Lodge in Bulawayo. Für morgen um 10:00 Uhr haben wir uns mit Ellah verabredet. Sie reist mit dem Bus aus dem Dorf an, in dem sie unterrichtet.

3 April 

Wir treffen Ellah um 10 Uhr in der Stadt. Ihr Tag begann heute schon sehr früh: Um 2:30 Uhr musste sie aufstehen, da ihr Bus bereits um 4:30 Uhr losfuhr. Für die 80 Kilometer lange Strecke benötigte der Bus fünfeinhalb Stunden.

Historische Kolonialgebäude, moderne Hochhäuser und alte Kohlekraftwerke prägen das Gesicht der Innenstadt. Die Straßen pulsen vor Leben, und das Angebot ist so vielfältig wie die Stadt selbst.. 

 

Wir fahren zu Ellah nach Hause, die mit ihrem Mann und ihren drei Jungen in einem äußerst kleinen und einfachen Haus lebt. Strom gibt es meist nur nachts, und oft bleibt das Wasser tagelang aus.

Die nächste Pumpstation ist 7 Kilometer entfernt. 

Freudig werden die mitgebrachten Geschenke der Freunde aus Deutschland ausgepackt. 

Sie weiß bereits genau, wofür sie einen Teil des Geldes nutzen möchte: Geplant sind die Anschaffung eines Solarpanels und eines größeren Wasserbehälters. Am Abend treffen wir die ganze Familie zum Essen in der Stadt.

4 April 

In der Nacht lief nahezu ununterbrochen der Stromgenerator. Geschäfte, Apotheken und Restaurants – alle, die auf Strom angewiesen sind – betreiben solch ein lärmendes Gerät.

Beatrice und Colin reisen heute gemeinsam mit ihrem Sohn Clark aus dem 190 km entfernten Kwekwe an, um uns zu treffen. Um halbneun sind wir zum Frühstück verabredet.

Es war wiedermal sehr nett mit den dreien. Colin's will unbedingt für ein paar Jahre nach Deutschland kommen. Er lernt fleißig Deutsch. Aber als Finanzmanager (Buchhalter) wird es schwierig werden. 

Am Nachmittag nehmen wir Abschied von Ellah, ihrem Sohn Brain sowie Anenyasha und seinen Freunden.

5 April

Unser Ziel ist der Hwange-Nationalpark, rund 280 km entfernt. Davon sind mindestens 100 km eine extrem holprige Schlaglochpiste. Es ist wichtig, die Straße stets im Blick zu behalten, da entgegenkommende LKWs oft den Schlaglöchern ausweichen und dabei auf unserer Fahrbahnseite entgegen kommen. 

15:30 erreichen wir unser Ziel.

19:15 Wir sitzen im Main Camp bei einer kühlen Flasche Wein. 

Wir verbringen zwei Tage im Park und hoffen, dabei einige Wildtiere beobachten zu können.

6-7 April 

Schon in der Nacht kamen wir den Wildtieren ganz nah: Hyänen wagten sich an unsere Reisetaschen, zerbissen sie, rissen Löcher hinein und zerstörten die Reißverschlüsse. Ein klarer Fehler, die Taschen unbedacht vor dem Auto abzustellen.

Auf unserer Pirschfahrt über holbrige Trail's. erlebten wir erneut zahlreiche spannende Begegnungen. Am Abend im Camp ertönt das markante Rufen der Flusspferde, keine 100 Meter entfernt. Wir genießen einen atemberaubenden Sonnenuntergang in dieser einzigartigen Atmosphäre.

Hier ein kleiner Teil vom Südlichen Park für die Abgebildete Runde brauchen wir ca 8 Std. 

Wir verlassen heute den Park und fahren zurück in Richtung Dete, wo wir die Nacht in einer Buschlodge verbringen. Morgen machen wir uns auf den Weg zum Kariba-See, wo wir Conrade treffen werden – unser ehemaliges Patenkind, das dort inzwischen als Lehrer tätig ist.

Aus den geplanten 6500Km sind inzwischen 7500 geworden. 500 kommen wohl noch dazu. 

8 April

Nach einem ausgiebigen Frühstück füllen wir den Tank auf und machen uns auf den Weg nach Milizi, zu Conrad’s Schule. 

Die Tonga-Hütten sind oft in traditioneller Bauweise errichtet. Die Frauen kleiden sich in farbenfrohe, bunte Gewänder. Das Volk der Tonga kommt in Simbabwe, Malawi, Sambia, Mosambik, Botswana und Namibia vor. Das Wort „Tonga“ leitet sich vom Wort „ BaDonga“ ab , was „Volk des Großen Flusses“ bedeutet. Die Tonga-Kultur ist daher untrennbar mit dem Sambesi verbunden. Im heutigen Simbabwe lebt das Volk der Tonga hauptsächlich in der Nähe des Kariba-See. 

Conrade und seine Familie erwarten uns bereits am Busstop in unmittelbarer Nähe der Schule. Die Freude ist riesig als wir endlich kommen. 

Mupambe Secondary school 

Die Schule befindet sich in einem desolaten Zustand: Vieles ist beschädigt, es gibt kein fließendes Wasser, und Strom ist nur selten verfügbar. Aber die Kinder sind froh überhaupt eine Schule besuchen zu dürfen. 

Alle Kinder der Schule versammeln sich im Schatten eines Baumes und begrüßen uns mit einem Willkommenslied.. 

Conrad und seine Familie leben gemeinsam in einem etwa 20 Quadratmeter großen Zimmer. Prinet seine Frau, bereitet für uns ein kleines Festmahl zu: Rindfleisch, Hühnchen, Satza und eine köstliche Soße. Gekocht wird unter freiem Himmel. Traditionell isst man hier mit der rechten Hand – uns hingegen wird Besteck zur Verfügung gestellt.

Über die mitgebrachten Geschenke haben sich alle sehr gefreut. 

9 April

Sonnenaufgang am Kariba-See 

Am Morgen besuchen wir noch einmal Conrade mit Familie um uns zu verabschieden. 

Unser nächstes Ziel ist es, entlang des Sambesi bis zu den Victoriafällen zu reisen. Schlechter als die Straße kann die Piste kaum sein. 

Die Piste ist in hervorragendem Zustand, sodass wir zügig vorankommen. Unterwegs besuchen wir ein traditionelles Tonga-Dorf, genießen immer wieder beeindruckende Ausblicke auf den Fluss und treffen zahlreiche freundliche Menschen entlang der Piste. 

Wir erreichen Vic Falls am späten Nachmittag. Da es in Strömen zu regnen beginnt, entscheiden wir uns spontan, eine Unterkunft zu buchen. Doch vorher steht noch ein kurzer Halt im Pick and Pay an, um unseren Weinvorrat aufzufüllen.

10 April 

Victoriafälle – dieses Mal entscheiden wir uns, die Fälle nicht zu besuchen, da die Eintrittsgebühr von 50$ uns zu überzogen erscheint. 

Bild von einem früheren Besuch. 

Wir unternehmen stattdessen eine kleine Tour entlang des Sambesi. Und da gibt es immer was zu bestaunen. 

Dung Beetle oder Pillendreher Käfer er rollt nach der Paarung aus Elefantenmist große Brutbälle, die teilweise die dreifache Größe seines Körperumfanges besitzt. Diese Brutbälle bringen sie mit viel Mühe in unterirdische Brutkammern.

Die kleinen Afrikanischen gelben Schmetterlinge saugen die Flüssigkeit aus dem Elefantenmist. 

Auch die Mistkäfer fühlen sich hier wohl. 

Am Sambesi trifft man immer wieder auf kleine und große Elefanten Herden vorallem wenn die Straße durch den Nationalpark führt. 

11 April 

Unser Tag beginnt um 9 Uhr, und unser Ziel ist Kasane am Chobe-Fluss in Botswana. Dort verbringen wir zwei Tage, bevor es zurück nach Victoria Falls geht. Geplant ist auch eine abendliche Bootsfahrt auf dem Chobe-Fluss – ein echtes Highlight der Reise. Die Fahrt beginnt bei der Chobe Safari Lodge.(Zi.pro Nacht 450$).

Vom Boot aus sehen wir Flusspferde, Krokodile, Büffel, Kudus und alle Arten von Vögeln. Nachdem die Hitze des Tages vorüber ist, können wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang in lebendigen Farben genießen. Wir haben das Gefühl, der Natur besonders nahe zu sein.

 Gewitterwolken über Angola 

Ein gemütliches Abendessen in der Chobe Safari Lodge bei 22° im Freien, ist der perfekte Ausklang für einen erlebnisreichen Tag. 

12 April

Heute steht unsere letzte Pirschfahrt auf dem Programm. Unser Weg führt uns ins rund 90 Kilometer entfernte Kachikau, mitten durch das beeindruckende Chobe Forest Reserve. Wir haben großes Glück: Ein majestätischer Gepard, eine der faszinierendsten Raubkatzen, zeigt sich uns in voller Pracht. Doch nicht nur der Gepard – auch andere Vertreter der Big Five bereichern unsere Fahrt. 

Am Straßenrand werden in einfachen Hütten Körbe angeboten. Der Hauptrohstoff für die Herstellung von Botswana-Körben ist die Faser der „pflanzlichen Elfenbein“-Palme, in Botswana Mokola genannt. Für aufwendige Designs wird die natürliche cremefarbene Palmenfaser mit den Wurzeln oder der Rinde der Bäume Motlhakola und Motsentsila in Brauntönen gefärbt.

Morgen reisen wir zurück nach Vic Falls, wo wir die letzten zwei Tage unserer Reise in einer gemütlichen Lodge direkt am Sambesi genießen werden.

13 April 

Einreise nach Simbabwe: Geduld, viele Unterlagen plus Stempel und ausreichend Dollar sind erforderlich🥵 Um 11 Uhr überqueren wir die Grenze bei Kazungula. Anschließend legen wir noch 80 km bis zur Lodge zurück und lassen den Tag in entspannter und angenehmer Atmosphäre ausklingen.

14 April 

Heute möchten wir die Gelegenheit nutzen, um in Vic Falls ein paar Souvenirs zu besorgen. In der Stadt gibt es einen Kunsthandwerkermarkt, er ist der größte den ich kenne. Aus früheren Besuchen weiß ich jedoch, dass ein Bummel dort auch anstrengend sein kann – die Händler bleiben oft hartnäckig an deiner Seite, um ihre Waren aus ganz Afrika und nicht selten aus China anzubieten.

Auch ein Besuch beim Friseur bietet sich an. 

Die Souvenirs sind gekauft – damit neigt sich unsere Reise langsam dem Ende zu. Morgen treten wir den Rückflug nach Deutschland an, mit einem Zwischenstopp in Johannesburg.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in unsere Reise geben. Vielen Dank, dass ihr uns 41Tage lang durch das südliche Afrika begleitet habt. Mir hat das Bloggen großen Spaß gemacht, und nun freue ich mich auf ein persönliches Wiedersehen mit euch!

Wen Ihr Lust habt, schreibt uns.

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Kommentare

Peter
Vor 8 Monate

Gruß an alle.